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Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung zahlt im Todesfall eine feste Summe, meist 3.000 bis 15.000 €, damit Angehörige die Beerdigung bezahlen können. Oft zahlt man mehr ein, als ausgezahlt wird: Wer mit 60 abschließt und mit 90 stirbt, bekommt laut Verbraucherzentrale teils nur 60 % der eingezahlten Beiträge zurück.

Stand: 27.09.2026 · Quelle: Verbraucherzentrale

Übliche Summe
3.000–15.000 €
Wartezeit
1–3 Jahre
je nach Anbieter, bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen
Beispiel Verbraucherzentrale
teils nur 60 % der Beiträge
Abschluss mit 60, Tod mit 90
Alternative
Sparen + Treuhand
ohne Abschlusskosten

Wann sie sich lohnt – und wann nicht

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung. Ihr Preis steigt mit dem Eintrittsalter, weil das Risiko steigt, dass die Versicherung bald zahlen muss. Dazu kommen Abschluss- und Verwaltungskosten.

  • Eher nicht: Abschluss ab etwa 60, lange Beitragsdauer, oder genug Erspartes für die Bestattung.
  • Eher schon: kein Geld zum Sparen, aber Angehörige, die sonst nicht zahlen könnten – und ein Tarif, dessen Beitragssumme unter der Versicherungssumme bleibt.

Worauf es im Vergleich ankommt

  1. Beitragssumme gegen Versicherungssumme: Monatsbeitrag × Monate bis zum Beitragsende. Liegt das über der Summe, sparen Sie besser selbst.
  2. Beitragsdauer: Tarife mit Zahlung bis zum Tod sind am riskantesten. Besser: feste Laufzeit.
  3. Wartezeit: Wie lange gibt es nur die Beiträge zurück? Gibt es Leistung bei Unfall ab Tag eins?
  4. Bezugsrecht: Wer bekommt das Geld? Mit Abtretung an einen Bestatter ist es für die Beerdigung gebunden.

Wir verkaufen keine Versicherungen und vergleichen keine Tarife. Unabhängig beraten die Verbraucherzentralen.

Alternativen

  • Sparen: Tagesgeld oder ein Sparplan – ohne Abschlusskosten, jederzeit verfügbar.
  • Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto: Wünsche und Preis mit einem Bestatter festlegen, das Geld liegt bei einem Treuhänder. Mehr unter Bestattungsvorsorge.
  • Sozialamt: Können die Angehörigen die Kosten nicht tragen, übernimmt das Sozialamt die erforderlichen Kosten (§ 74 SGB XII). Siehe Bestattungskosten.

Quellen: Verbraucherzentrale: Sterbegeldversicherungen rechnen sich oft nicht; Beispiel und Wartezeit: biallo: Sterbegeldversicherung – lohnt sie sich? (Zitat Verbraucherzentrale Baden-Württemberg).

Häufige Fragen

Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?
Selten. Wer jung abschließt, könnte das Geld genauso gut sparen. Wer spät abschließt, zahlt oft mehr ein, als ausgezahlt wird. Sinnvoll kann sie sein, wenn kein Geld zum Sparen da ist und Angehörige im Todesfall sonst nicht zahlen könnten – und nur bei früher Auszahlung.
Was ist die Wartezeit?
Tarife ohne Gesundheitsfragen zahlen in den ersten 1 bis 3 Jahren (je nach Anbieter auch länger) meist nur die eingezahlten Beiträge abzüglich Kosten zurück, nicht die volle Summe. Nach einem Unfall zahlen die meisten sofort.
Was passiert, wenn ich kündige?
Sie bekommen nur den Rückkaufswert – in den ersten Jahren deutlich weniger als eingezahlt, weil Abschlusskosten verrechnet werden. Beitragsfrei stellen ist meist besser als kündigen.
Schützt die Versicherung vor dem Sozialamt?
Eine angemessene Vorsorge für die eigene Bestattung muss in der Regel nicht für Pflegekosten oder Grundsicherung eingesetzt werden. Das gilt aber nur, wenn das Geld eindeutig für die Bestattung bestimmt ist – etwa über einen Bestattungsvorsorgevertrag mit Abtretung. Klären Sie das vor dem Abschluss mit dem Sozialamt.
Welche Summe brauche ich?
Eine einfache Feuerbestattung kostet etwa 3.200 € bis 6.000 €, eine Erdbestattung mit Grabstein oft 7.800 € und mehr. Rechnen Sie mit den Gebühren Ihres Friedhofs.